PoC-Grundlagen · 6 Minuten
Was ist Push-to-Talk over Cellular?
Push-to-Talk over Cellular, kurz PoC, überträgt Sprache über eine Datenverbindung. Die Bedienung bleibt so direkt wie bei einem Funkgerät: Taste drücken, sprechen, Gruppe erreichen.
Der Überblick
Schritt für Schritt.
01
So funktioniert PoC
Beim Drücken der PTT-Taste wird die Sprache digital übertragen und an die ausgewählte Gesprächsgruppe verteilt. Dadurch können auch Personen an unterschiedlichen Standorten miteinander sprechen.
02
Eine SIM für mehrere Partnernetze
Die integrierte Multi-Netz-SIM eröffnet den Zugang zu mehreren freigeschalteten Partnernetzen. Das Gerät kann innerhalb des gewählten POCLINK-Plans automatisch zwischen freigeschalteten Partnernetzen wechseln. Welche Netze zur Verfügung stehen, hängt von Land, Standort, Roamingfreigabe und SIM-Plan ab. So können mehrere Partnernetze die Verbindungsmöglichkeiten erweitern. Grundlage bleibt die vorhandene Netzabdeckung am Einsatzort.
03
Große Entfernungen über Datennetze verbinden
Entscheidend ist eine geeignete Datenverbindung. Statt der Entfernung zwischen zwei Geräten bestimmen Mobilfunk- oder unterstützte WLAN-Netze, wo die PoC-Kommunikation möglich ist. Aktuell werden für die drei SIM-Pläne mehr als 80, 130 beziehungsweise 160 Länder ausgewiesen.
04
Verschlüsselte Sprachgruppen
Die digitale Kommunikation über die POCLINK-Plattform ist mit AES-256 verschlüsselt. Private Gruppen begrenzen den Kreis der Benutzer. Der analoge Direktmodus des POC-1 Ultra ist davon getrennt.
05
Braucht PoC eine Funklizenz?
Für LTE- und WLAN-PoC ist keine klassische Funklizenz erforderlich, weil die Sprache über Datennetze übertragen wird. Die europäische Ausführung des POC-1 Ultra nutzt im analogen Direktmodus 16 lizenzfreie PMR446-Kanäle mit maximal 0,5 Watt.
06
Wann PoC besonders sinnvoll ist
PoC eignet sich für verteilte Teams, häufige kurze Rückfragen und Abläufe, bei denen mehrere Personen dieselbe Information gleichzeitig erhalten sollen.
Darauf kommt es an.
- Netzabdeckung und Länderplan für die Einsatzorte prüfen
- Gesprächsgruppen nach Aufgaben oder Standorten planen
- LTE/WLAN-PoC und analogen Direktmodus klar unterscheiden
- Zentrale Geräte- und Gruppenverwaltung festlegen
Fragen und Antworten
Kurz und eindeutig.
Welche Mobilfunknetze nutzt POCLINK in Deutschland?
In Deutschland kann die integrierte Multi-Netz-SIM automatisch die im gewählten SIM-Plan freigeschalteten Partnernetze nutzen. So kann das Gerät je nach Standort, Signalqualität und Verfügbarkeit ein geeignetes Mobilfunknetz wählen.
Entstehen beim Netzwechsel zusätzliche Kosten?
Der POCLINK-SIM-Plan bündelt den Zugang zu seinen freigeschalteten Partnernetzen in einem Angebot. Laufzeit, Länderabdeckung und Kosten richten sich nach dem gewählten SIM-Plan.
Benötigt PoC immer Mobilfunkempfang?
PoC benötigt eine Datenverbindung. Das POC-1 Pro kann zusätzlich geeignetes WLAN mit Internetzugang nutzen; das POC-1 Ultra bietet unabhängig davon einen analogen Direktmodus.
Ersetzt PoC klassischen Funk?
Das hängt vom Einsatz ab. PoC eignet sich für große Entfernungen und verteilte Teams. Klassischer Direktfunk kann sinnvoll sein, wenn weder Mobilfunk noch Internet verfügbar sind.
Ist PoC lizenzfrei?
LTE- und WLAN-PoC nutzen Datennetze und lassen sich ohne klassische Funklizenz einsetzen. Die europäische Ausführung des POC-1 Ultra nutzt im analogen Direktmodus lizenzfreies PMR446 mit maximal 0,5 Watt.
Sind POCLINK-Gespräche verschlüsselt?
Die digitale Kommunikation über die POCLINK-Plattform ist mit AES-256 verschlüsselt. Der analoge Direktmodus des POC-1 Ultra ist davon getrennt.
Kann eine Nachricht an mehrere Personen gehen?
Ja. Mitglieder einer festgelegten Gesprächsgruppe empfangen dieselbe PTT-Übertragung.